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Samstag, 2. Februar 2013 – Samstag, 16. März 2013
Walter Bodmer | Ponte Tresa, 1933 | Oel auf Leinwand auf Pavatex | 44 x 52,5 cm | Ref. U. 160
Walter Bodmer
Ponte Tresa, 1933
Oel auf Leinwand auf Pavatex
44 x 52,5 cm
Ref. U. 160

Gruppe 33 – Hommage an Otto Abt

Die grosse Zeit der „Gruppe 33“

 

Otti Abt, Sie sind als „Basler Maler“ ein Begriff. Wir können mit dieser Bezeichnung allerdings wenig anfangen. Wie würden Sie sich heute als Künstler selbst einordnen?

Ich bin ein guter Maler. Populär bin ich nicht und habe auch nie etwas dafür getan.

 

Was waren Sie denn?

Ein purer Surrealist. Der erste in Basel. Das war 1925, 26 und 27.

 

Und was sind Sie geworden? Sind Sie immer noch Surrealist?

Eigentlich – ja. Wenn ich will. Wenn ich es für notwendig halte. Sehen Sie, die Situation hat sich gegenüber meinen Anfängen dich sehr stark verändert. Als ich begann, war der Surrealismus für mich praktisch Pflicht. Wir hatten damals einen Feind, dem es zu begegnen galt. Ich denke nicht allein an die Nazis und an Hitler. Die Zeit war eben dumm, viele Leute waren dumm. Es gab dieses Fahnengewimmel, grosse Reden; Trachten und Uniformen waren gross in Mode, Nationalstolz blühte. Ein Künstler hatte praktisch die Verpflichtung, gegen diese Erscheinungen anzukämpfen. Man war „anti“ – antifaschistisch, antibürgerlich, das heisst links.

 

Wie hat sich Ihre oppositionelle Haltung auf Ihre Malerei ausgewirkt?

Der Surrealismus hatte für mich eine deutlich gesinnungsmässige Funktion. War unmissverständliche Stellungsnahme. War von seinen Inhalten her beinahe „überliterarisch“. War meine Antwort auf den doch auch in der Schweiz Sympathien geniessenden Faschismus.

 

So war denn wohl auch die Bildung der „Gruppe 33“ eine Art „Stellungnahme“ von Gesinnungsfreunden?

Das war ganz klar eine politische Tat. Wir waren der linke Flügel der GSAMBA. Als Minderheit wurden wir überstimmt, von Bürgerlichen und Konservativen. Und da war ich komischerweise der Anlass zur Gründung der „Gruppe 33“. Damals lautete in der Schweiz die Entscheidung: Sind wir Patrioten oder nicht? Wir waren Europäer, im Gegensatz zu den anderen, die gesagt haben: Hie’ Schweizer Boden. Ja, das geht einem Künstler nicht ein. Wir haben gesehen, wie Creusot Schrapnells nach Deutschland geliefert hat und Sulzer und Krupp nach Frankreich. Wir haben auch den Prozess gegen Sacco und Vanzetti erlebt, alle diese Ungerechtigkeiten sind angeschwemmt worden. Das hat den Stoff für unsere Diskussionen gegeben.

                                        Auszug aus dem Interview mit Hans-Peter Platz und Aurel Schmidt im Basler Magazin, Nummer 35, 2. September 1978.

 

Mit:

Otto Abt

Walter Bodmer

Serge Brignoni

Paul Camenisch

Max Haufler

Charles Hindenlang

Carlo König

Rudolf Maeglin

Alex Maier

Ernst Max Musfeld

Meret Oppenheim

Bénédict Remund

Hans R. Schiess

Kurt Seligmann

Otto Staiger

Max Sulzbachner

Walter Kurt Wiemken

Irène Zurkinden

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