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Tobias Sauter 1955 in Basel (CH) geboren 1972-1975 Schlosserlehre in Basel Arbeit in der Dekorationswerkstätte der Basler Theater 1978-1980 Bildhauerfachklasse an der KGS Basel seit 1980 freischaffender Künstler seit 1981 diverse Reisen nach Asien 1982-1983 Stipendium der Stadt Basel für 1 Jahr Aufenthalt in Paris (F) , Atelier Cité International des Arts seit 1983 regelmässige Aufenthalte in Brasilien 1993 IAAB Atelier, Fremantle/West-Australien Lebt und arbeitet in Basel und Brasilien Leben und Träumen Reisen, Unterwegssein ist für Tobias Sauter ein wichtiges Lebenselement - und bedeutet immer auch eine künstlerische Herausforderung: mit dem oft nur Wenigen, was sich an einem neuen Ort zufällig als Arbeitsmaterial anbietet, auf ihn zu reagieren. Aber für das Weiterführen des so Entstandenen, für die kontinuierliche Arbeit braucht er das Andere: das Zuhausesein in einer vertrauten Welt - wozu auch die für grössere Werke nötige Infrastruktur gehört -, nicht zuletzt auch das Zusammensein mit Freunden. Seine Arbeit folgt keiner vorgegebenen, vorformulierten Idee, keinem Konzept, das sich erst allmählich aus einer geduldig heranreifenden Werkserie herauskristallisieren mag. Sie ist vielmehr spielerisch-spontaner Umgang mit immer neuen Techniken. Grundlage ist allerdings ein solides Handwerk, das aber nie zum Selbstzweck wird und deshalb auch nicht nach grösstmöglicher Perfektion strebt. Brasilien war schon früh das Sehnsuchtsziel des Künstlers und ist zu seiner zweiten Heimat geworden. Er formt hier aus unscheinbaren Dingen, die er am Strande findet und die er oft nur minim verändert, kleine Assemblagen von traumhafter und zugleich humorvoller Poesie, wie sie im rauhen Klima der Schweiz nicht gedeihen könnten. Aber im Übrigen haben sich die beiden Welten, zwischen denen er seit Jahren pendelt, einander angenähert, sind ganz andere Welten hinzugekommen. Was im Spannungsfeld zwischen ihnen entsteht und Gegensätzliches zur höheren Einheit harmonisiert, ist im Wesentlichen dem Prinzip der Collage verpflichtet, wenn auch der Begriff auf das einzelne Werke nur noch bedingt zutrifft. In Asien ist Tobias Sauter nicht nur dem Nepalpapier begegnet, das bei uns unter diesem Namen angeboten wird, sondern auch jenem charakteristischen orangen Papier, das immer wieder für rituelle Zwecke eingesetzt wird. Seine energetisch-sinnliche Leuchtkraft steht im auffälligen Gegensatz zu den für den Künstler ansonsten typischen naturhaft-verhaltenen Tönen. Weiss, Braun, Schwarz seine, wie er sich an seine Jugend in den Freibergen erinnert, schon damals seine liebsten Farben gewesen. diejenigen der Pferde. ... "Leben und Träumen" könnte über diesem ganzen Schaffen stehen. Tobias Sauter geht aus Lebenslust und Ideenreichtum heraus an seine Arbeit, nie aus dem Zwang, zu produzieren, oder aus blosser Gewohnheit heraus. Seine Arbeit ist Teil eines vitalen Daseinsvollzugs und stösst doch zu einer anderen Wirklichkeit vor. Textauszug von Martin Kraft aus dem Ausstellungskatalog 2000 » ZUR KATALOGBESTELLUNG |
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