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Jean Villard


1944
geboren am 10. Juni in Biel


1973-1978
Arbeiten zum Thema "Mauern", Zeichnungen, Bilder, Objekte, Fotos


1974-1978
Lebt zeitweise in Paris


1979-1981
Serie der "Monumente", Gouachen auf Papier


1973-2005
Mehrere Arbeiten in persönlichen Büchern (Zeichnungen, Bilder, Collagen, Texte)

Lebt und arbeitet in Basel


1973
Eidgenössisches Kunststipendium
1977
Kunststipendium der Stadt Basel
1978
Stipendium der Stiftung Pro Arte
1979
Kunstkredit Basel, Wandmalerei in der Passage "Theater-Turnhalle", Basel
1980
Kunststipendium der Stadt Basel

Klicken Sie hier für ein Interview mit Jean Villard in der bz.



Am Ende des Wortlosen Gedichtes

Er ist ein grosser Geschichtenerzähler. Sie haben keine Handlung, diese Geschichten, und nehmen keinen erkennbaren Verlauf. Die Zeiten, in denen sie spielen, purzeln durcheinander, gerstern ist heute ist morgen. Ihre Schauplätze liegen im Kopf des Betrachters.

So eindeutig die Bilder Jean Villards (seine Geschichten) formuliert sind in ihrem Aufbau, in ihren Farben vor allem, so eigentümlich geht es in ihnen oft zu. Man könnte sich vorstellen, sie teilweise untereinander zu kombinieren, Bildelemente untereinander auszutauschen, ja, dass sie sogar selbständig hinüberwechselten von der einen Bildfläche zur nächsten, verschwänden und wieder auftauchten, es ist, als befänden sie sich in ständiger Bewegung.

Diese Bildwelten sind mit Bedacht erarbeitet. Jean Villard ist kein Vielmaler; die Bilder entstehen langsam, entstehen aus einem Blick, der sich zuerst lange nach innen richtet, bevor sich das Bild gewissermassen aus einer Anderswelt herauszuschälen beginnt.

Figuration, Abstraktion, Informel usw. verfliessen nahtlos ineinander, kreieren ihre eigenen Kommunikationen, Bezüge und Beziehungen, trennen sich wieder schroff oder verheiraten sich ohne viel Aufhebens und existieren gemeinsam. Der Blîck des Betrachters lernt zu wandern, zu differenzieren und schliesslich sehr ganzheitlich wahrzunehmen.

Ganzheitlich? Das tönt so versöhnlich, ein schwaches Modewort. Es meint aber den Verstand plus das Unbekannte. Wir befinden uns vor Jean Villards Bildern am Beginn eines persönlichen Abenteuers, dessen Ausgang völlig ungewiss bleibt respektive sich immer neu, mit jedem neuen Hinsehen neu, gestaltet. Wir stehen vor eigentlichen Phantasiemaschinen; die Einbildungskraft wird eingeschaltet mit dem ersten Blick wie das Licht mit dem Druck auf den Knopf. Dann hat der Betrachter das Wort, jeder gestaltet sich die eigene Geschichte.

Mag sein, das ist bei aller guten Kunst so. Nur verläuft der komplizierte Prozess bei Jean Villards Kunst ungewöhnlich direkt. Zudem verläuft er weniger über den Intellekt als über halbbewusste und unbewusste Wege.

Inhaltlich liegen den Bildern Halbschlaf und Traum nahe, ihre Logik ist alleine im Malerischen zu finden. Streng ausgeführte Malerie, die Botschaften vermittelt. Aber woher, wovon? Die Bilder sind nicht als Visionen zu bezeichnen, jedoch als Anmahnungen, als visuelle Grüsse, als quasi vor dem Motiv gemalte Landschaften aus den Anderswelten, die, keineswegs abgehoben, gar nicht anders können, als Bezüge zu unserer täglichen Realität zu suchen und zu finden.

Text von Tadeus Pfeifer, Basel (aus dem Ausstellungskatalog Galerie Carzaniga + Ueker, 1999)



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