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Portrait
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Lotophagie 14, 2009|Abkratzungen, Pigmente, Mohnöl auf Papier auf Leinwand|145 x 122 cm|Ref. 313
Lotophagie 14, 2009
Abkratzungen, Pigmente, Mohnöl auf Papier auf Leinwand
145 x 122 cm
Ref. 313
Lotophagie 6, 2009|Abkratzungen, Pigmente, Mohnöl auf Papier auf Leinwand|124 x 270 cm|Ref. 305
Lotophagie 6, 2009
Abkratzungen, Pigmente, Mohnöl auf Papier auf Leinwand
124 x 270 cm
Ref. 305
Lotophagie, 2011|Mohnöl auf altem Papier|146 x 124 cm|Ref. 353
Lotophagie, 2011
Mohnöl auf altem Papier
146 x 124 cm
Ref. 353
Lotophagie, 2011|Mohnöl auf altem Papier|198 x 299 cm|Ref. 360
Lotophagie, 2011
Mohnöl auf altem Papier
198 x 299 cm
Ref. 360
Lotophagie, 2011|Mohnöl auf altem Papier|101 x 200 cm|Ref. 367
Lotophagie, 2011
Mohnöl auf altem Papier
101 x 200 cm
Ref. 367
Lotophagie, 2011|Mohnöl auf altem Papier|100 x 72 cm|Ref. 368
Lotophagie, 2011
Mohnöl auf altem Papier
100 x 72 cm
Ref. 368
Lotophagie, 2011|Mohnöl auf altem Papier|166 x 149 cm|Ref. 352
Lotophagie, 2011
Mohnöl auf altem Papier
166 x 149 cm
Ref. 352
Lotophagie, 2011|Mohnöl auf altem Papier|92 x 75,5 cm|Ref. 365
Lotophagie, 2011
Mohnöl auf altem Papier
92 x 75,5 cm
Ref. 365

Luca Caccioni


1962
in Bologna (I) geboren
lebt und arbeitet in Bologna

Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa und Uebersee

Seine intensive Suche nach dem organischen Sich-Zusammenziehen der Form, das starke Licht seiner Erscheinung in einem Spiel nunmehr ermüdeter Epidemien hat etwas Mehrdeutiges; was daraus entsteht, ist gleichzeitig Spur und Leichentuch. Dies gilt auf für seinen Umgang mit milchigen Schichten von Acetatfolien, für seine synthetischen, ironischen, bewegenden Zeichen, die aufs Herz zielen, nicht auf die Erscheinung. Vor allem sein Vorwärtsschreiten auf einem Weg durch die Welt der Visionen auf exzentrischen und unvorhersehbaren Pfaden, immer angetan vom Phantasmagorischen, immer ernüchtert vom Sinn: ganz Leonardo-haft in der rhetorischen Fiktion der Gesten, der Notation, der Erfindung im Detail, aber ebenso bewusst wie seine künstlerischen Vorgänger Gastone Novelli und Joseph Beuys, die keine Methode, kein Alphabet, keinen Plan haben und nicht mehr als Basis eindeutiger Kenntnis dienen können.

Auszug aus dem Text des Ausstellungskataloges 1997 (vergriffen) von Flaminio Gualdoni

De Kooning behauptete einmal: "Wenn ich meine Arme ausstrecke und mich frage, wo meine Finger sind, dann habe ich den Raum umschrieben, den ein Maler braucht".

Anders als Matisse - der sich in den Fünfzigerjahren seinen papier découpés widmete, weil er an Arthritis litt - haben rheumatische Beschwerden Renoir bestimmt nicht am Malen gehindert; sie zwangen ihn höchstens, sich die Pinsel an die Hand zu binden. Ganz anders Caccioni: Er verwirft deren Gebrauch.

Der pictor optimus - wo liegt die Schwelle zum pessimus? - zieht die Finger den Pinselborsten vor. Er scheint zum Jungpäolithikum zurückkehren zu wollen, ins Aurignac-Zeitalter, als erste künstlerische Werke auftauchten, zum Beispiel jene in der Höhle von Altamira, deren Wände und Decken in roten Ockertönen und Schwarz bedeckt sind, wie die Höhle von Lescaux mit ihren Felszeichnungen und Ritzungen.

Die Magie der Jagd dieser Oberflächenbilder, die durch helldunkle Zeichen oder Einritzungen beschädigt oder hervorgehoben werden und einzig bidimensionale Effekte aufweisen, widerspiegelt sich in den Hasen, Wildschweinen, Affen und in der ganzen während Jahren gemalten Fauna des Künstlers, in den Tieren mit ihren verkümmernden Farben (saturnische nuance), mit ihrem linearen Stil, mit Konturen, welche plastische und Sfumato-Effekte erreichen, wie das nur im Magdalénien der Fall war.

Auszug aus dem Text des Ausstellungskataloges 2002 von Alberto Zanchetta, Bologna

 

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